BauchLadenTheater Repertoire

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  • "Gespenster im Zeitraffer" - Slapstick mit Taschentüchern und Klopapier

    „Aus einem Pfirsichkarton macht Martin Hinder ein Meer, aus einem Taschentuch ein Gespenst. Wenn er sein „Bauchladentheater“ aufbaut, gelingt ihm, woran das Fernsehen und die Videospiele immer wieder scheitern: Er regt die Fantasie der Kinder an. Und das ganz ohne Puppen.“ (Münchner Merkur, 2010).

    BauchLadenTheater-Martin Hinder: Gespenster im Zeitraffer

    "Gespenster im Zeitraffer" als Video


    An einem riesengroßen Meer leben, jedes auf einer Seite, zwei Gespenster. Ein fürchterliches, schreckliches Gespenst (Das kann aber nicht laut losschreien, sondern nur lautlos schreien; schlimm für ein Gespenst ... ) und ein fröhliches Gespenst (Das schreit allerdings fürchterlich!). Beide finden niemanden, der vor ihnen Angst hat; für Gespenster eine wirklich miese Lage. Sie gehen auf die Suche, treffen aufeinander im Nebel, in dunkelster Nacht, in ihren Tonnen, die auf den Wellen des Ozeans dümpeln. Es wird Tag, der Nebel lichtet sich, sie blicken sich an ... Ein fürchterlicher Schrei ertönt über das Meer…
    …sehen Sie im Video, wie es weitergeht. Oder, besser noch: sehen Sie sich die Geschichte live an!

    Die Gespenstergeschichte ist "Das Lieblingsessen des BauchLadenTheater-Spielers" und die älteste Geschichte im Repertoire. Entstanden ist sie vor langer Zeit in einem Schullandheim an der Isar in Königsdorf in Bayern; gespielt wurde sie bisher in aller Welt ... an der Amper und am Amazonas.

    Die "Gespenstergeschichte" ist DER „Klassiker“ des BauchLadenTheaters.

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    Sehen Sie hier die Videos des Projektes des Goethe Instituts Dakar mit dem BauchLadenTheater
    (Klick auf die Bilder)

  • "Vergiss das Beste nicht" - Was ist das Wichtigste im Leben?
    BauchLadenTheater Vergiss das Beste nicht

    Vergiss das Beste nicht! - Eine Sage aus Böhmen

    Eine Frau lebt allein mit ihrem Kind in einem kleinen Dorf. Sie ist arm. Das Kind ist noch sehr klein. Sie hat es immer dabei. Ein Vater? Der taucht in der Geschichte nicht auf.
    In einer besonderen Nacht (hervorragend geeignet zum Schätzefinden!) verirrt sich die Frau, gerät in eine Gegend, von der gemunkelt wird, da gehe es nicht geheuer zu. Es schlägt Mitternacht und vor der Frau öffnet sich der Berg, es tut sich ein ungeheurer Schatz auf: Gold, Silber und Edelsteine. Eine Stimme raunt: "Nimm so viel du tragen kannst, aber vergiss das Beste nicht." Die Frau legt ihr Kind beiseite und nimmt, was sie kriegen kann. Sie vergisst ihr Kind, ist jetzt reich. Aber ihr Kind ist im Schatzberg eingesperrt. Sie will den Schatz nicht mehr, nur noch ihr Kind will sie wiederhaben!

    Ob das gelingt? - Eine Geschichte über das, was wichtig ist im Leben ...

    Otfried Preußler hat diese Geschichte in seinem Buch „Zwölfe hat´
    s geschlagen“
    nach der böhmischen Sage nacherzählt, auf dem BauchLadenTheater erscheint sie in noch einmal anderer Form und Inhalt.

  • "Göttervögel" (oder) "Die-da-oben - Die-da-unten" -
    Eine Geschichte über Streit und Sich-Vertragen
    Göttervögel - Susi Socke mit Siggi Sichel

    „Die da oben - die da unten“: Eine Geschichte vom Streiten und Sich-Vertragen ...
    Die Geschichte von “denen da oben und denen da unten” ist eingebettet in das indische Märchen der “Göttervögel”, das Peter Sloterdijk in seiner Frankfurter Poetikvorlesung zitiert:

    „Früher flogen zwischen oben und unten die Göttervögel. Die Göttervögel hießen die Göttervögel, weil sie unsterblich waren. Waren die Göttervögel erst einmal in die Lüfte emporgestiegen, so brauchten sie niemals mehr zum Erdboden zurückzukehren. (… ) Aber im Leben eines jeden Göttervogels gab es einen ganz gefährlichen Moment: wenn eine Göttervogelmutter ein Ei legte, so legte sie dieses Ei in die Luft. Das Ei stürzte dem Boden entgegen, stürzte und stürzte und wurde - während es dem Erdboden entgegenstürzte - von der Sonne ausgebrütet. … Wenn aber die Göttervogelmutter nicht hoch genug zur Sonne emporgestiegen war, oder wenn Wolken die Sonne verdunkelten, dann stürzte das Ei dem Erdboden entgegen, stürzte und stürzte, bis es auf der Erde aufschlug und zerbarst. Der junge Göttervogel, der aus diesem Ei herausschlüpfte musste das Gehen lernen. Er lernte den aufrechten Gang.“

    „Die da oben“ (auf der Rucksackbühne“ und „Die da unten“ (in der BauchLadenTheater - Bühne) sprechen verschiedene Sprachen, verstehen sich nicht und haben andauernd Streit. “Denen werden wir es zeigen, die sollen mal sehen! Das lassen wir uns nicht gefallen! Jetzt aber erst recht, Haha! - Und das jetzt auch noch, die zerstören wir!” Der Streit eskaliert und “Die-da-unten” schießen eine Rakete zu „Denen-da-oben“ hinauf. Die da oben sind jetzt endlich ruhig - die da unten haben jetzt ENDLICH RUHE! vor „denen-da-oben“.

    Doch dann - mitten im Sommer! - beginnt es, bei denen da unten zu schneien - Mitten im Sommer!

    ... als sie dann am Ende der Geschichte zusammen schauen, was aus dem Göttervogel-Ei, das sie gemeinsam fanden, wohl herausschlüpfen wird, ist alles anders gekommen, als sie gerade eben noch denken konnten!

    “Die da oben - die da unten” wird gespielt auf “Rucksackbühne” und der “BauchLadenTheater”-Bühne. So ergeben sich die beiden Ebenen “oben” und “unten” optisch.

    „Theater ohne pädagogischen Zeigefinger“:
    Obwohl es eine “Moral der Geschichte“ durchaus gibt, wird die Geschichte nicht “moralisierend” gespielt. Die Geschichte war eine Auftragsarbeit für den „Kulturherbst für Kinder“ in Miltenberg. Thema: Fremdenfeindlichkeit. Premiere war am 2.11.1990.

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  • "Schneeweißchen und Rosenrot"
    - erzählt mit einem Brummtopf als Bär
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    Dies ist die Geschichte von den beiden Rosen, dem Bären und dem Zwerg im tiefen, dunklen, grünen Wald: Schneeweißchen und Rosenrot. Das bekannte Märchen der Brüder Grimm! Kennt jeder? Aber mit einem Brummtopf als Bär?


    „ ... eine alleinerziehende Mutter, die sehr souverän mit ihren beiden lebendigen Töchtern umgeht und ihnen zutiefst vertraut ... dann kommt ein Bär zu diesen drei Frauen ... und dann? Ein Zwerg ... im tiefen, tiefen, dunklen Wald. Vom Zwerg lassen sich Schneeweißchen und Rosenrot überhaupt nichts anhaben. Der Bär wird erlöst und es wird geheiratet ... und zuletzt heiratet auch noch Rosenrot den Bruder … in Märchen kann das ratzfatz gehen.“

  • "Egle, die Natterkönigin"
    aus Litauen, dem Land, das in Europa als letztes christianisiert wurde
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    Für die Baltikum-Tournee des BLT, zu der das Goethe Institut einlud, war die Vorgabe, ein litauisches Märchen - auf Deutsch gespielt - mitzubringen und aufzuführen. Die Wahl viel auf „Egle, die Natterköniging“, ein verstörend, faszinierend anderes Märchen, als wir es von den biedermeierlichen „Grimms“ gewöhnt sind.

    Egle lebt mit ihren zwölf Brüdern und drei Schwestern in einem Dorf am Meer. Es sind einfache Leute. Während Egle mit ihren Schwestern im Meer badet, schlüpft eine Schlange in ihr Kleid. Sie kann sich nur gegen sie schützen, indem sie verspricht, sie zu heiraten. Die Schlange entpuppt sich als Natterkönig, der in einem Palast unter Wasser wohnt. Dort in der Fremde (Denn Egle hat ihre Familie verlassen müssen.) ist alles überwältigend prächtig. Egle bringt drei Söhne und eine Tochter auf die Welt. Doch sie bekommt Heimweh. Der Natterkönig will Egle ihre Heimat nicht besuchen lassen. Sie muss drei Aufgaben erfüllen. Als es ihr schließlich doch gelingt, zu Eltern und Geschwistern zurückzukehren, bringen die Brüder den Natterkönig um, der Egle zurückholen will. Egle verwandelt sich mit ihren Kindern in Bäume.

    Ein Märchen über „Familie“, „Drohen“ „Versprechen einhalten“, „Heimat und Fremde“, „Wiedersehen“ und „Mord“ und letztendlich auch über die grandiose Natur in Litauen, Lettland und Estland und „Verwandlung“.

    Von diesem Stück gibt es eine musikalische Fassung zusammen mit SAVIMAA, die mit finnischem Tango dieses litauische Märchen begleiten.

  • "Die Cobra Norato"
    - ein Amazonasmärchen mit Gegenständen aus dem Wasser und vom Wasser
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    Die aktuellste Produktion des BauchLadenTheaters, die es bisher zu einigen öffentlichen Voraufführungen gebracht hat.

    Es ist ein brasilianisches Märchen, das Bernardo Boff, der katholische Befreiungstheologe in eine Sammlung von Märchen der Amazonasindianer aufgenommen hat.

    Es erzählt von den Tiefen der unendlichen Wassermassen dieses riesigen, unermesslichen Flusses. Dort lebt eine Schlange, sie gebiert Kinder, von denen sich eines manchmal als Mensch verwandeln kann: Norato. Ein Freund hilft Norato für immer Mensch werden zu können.

    Gespielt wird das Stück mit Fundstücken, Gegenständen und Objekten, die 2009 während einer Fahrt (von brasilianischen und europäischen Künstlern) mit einer Barke in, am und auf dem Amazonas gefunden und nach Deutschland mitgebracht wurden.

    Eine Geschichte darüber, wie es einem Freund gelingt, seinen besten Freund endlich zu befreien und in einen Menschen zu verwandeln. Dies geschieht in einer Umgebung, die magisch fremd ist und bedroht.

  • Luigis Schimpfwörter
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    Luigi's Schimpfwörter

    Luigi sammelt nicht, wie andere Kinder das tun, Fußballbilder, Popstars oder Briefmarken, er sammelt Schimpfwörter, die er fein säuberlich in sein Buch schreibt, um sie nicht zu vergessen. Mit dieser Sammlerleidenschaft ist seine Umgebung jedoch überhaupt nicht einverstanden. Seine Eltern, die Verwandtschaft, die Lehrerinnen sinnen auf Abhilfe. Als wirksamstes Mittel erscheint es, ihm den Mund mit Seife auszuwaschen, schließlich stammen ja all die schmutzigen Wörter daher. Dieses Mittel wirkt! Luigi sagt keine Schimpfwörter mehr. Nur! Er sagt überhaupt nichts mehr. - Das war nicht gewollt ... Ob Luigi wieder spricht (oder widerspricht), wird in dieser Geschichte erzählt.

    In der Presse wurde eine Aufführung „absurd-beeindruckend“ genannt: Das Stück ist ebenfalls witzig, verstörend, überraschend und versöhnlich in seinem Schluss Schlussendlich liest die Mutter Luigi aus seinem Schimpfwörterbuch als Gutenachtgeschichten vor. Und lehrreich ist es sicherlich auch. Vielleicht ist das eine oder andere neue Schimpfwort dabei?

Themen ...

„Angst haben, Angst machen - auf die Suche gehen - sich treffen“, „Was ist das Wichtigste im Leben?“, „Sich Streiten und Sich Vertragen“, „Schimpfwörter“, „In der Fremde“, „Vertrauen“ und „Verwandlung“, „Heiraten“, „Vertrauen in die Kinder“, „die Macht des Ursprünglichen“, „Verwandlung“, „Zwergenhaftes“, „Mutter und Sohn“, Vater und Sohn“, „Tief unten im Meer“ …

  • Aus einem Pfirsichkarton macht Martin Hinder ein Meer, aus einem Taschentuch ein Gespenst. Wenn er sein „Bauchladentheater“ aufbaut, gelingt ihm, woran das Fernsehen und die Videospiele immer wieder scheitern: Er regt die Fantasie der Kinder an. Und das ganz ohne Puppen.
    Münchner Merkur
  • »Die da Oben- die da Unten«: Theater ohne pädagogischen Zeigefinger
    Main Post, Miltenberg
  • Wer zu sehr auf Zahlen schaut, kann eigentlich kein Bauchladentheater im "Café Süßes Löchle" anbieten. Aber gerade diese Aufführung zeigt, was man dann leicht übersieht: Die besonderen Erlebnisse der Besucher mit dieser wunderschönen, kleinen Spielform.
    Lahrs Kulturamtsleiter Gottfried Berger in der Badische Zeitung
  • Luigis Schimpfwörter auf der großen Bühne der Traumfabrik-Akademie 2014: "Die Akademie-Show war ein Spontan-Kunstwerk für sich." ... zeigte ... " Martin Hinder ein absurd-beeindruckendes Bauchladen-Theater", "Die Traumfabrik öffnete die Türen zu einer Parallelwelt ... Die Akademie in der Uni begeisterte Jung und Alt.
    Mittelbayerische Zeitung
  • Was haben Schauspielerei und Pädagogik miteinander gemein? Ist ein guter Schauspieler nicht auch ein Lehrer, und müssen gute Pädagogen nicht auch manchmal schauspielern? Martin Hinder ist einer, der es wissen muß. Denn mit seinem BauchLadenTheater bewegt er sich auf der Grenze zwischen beiden Disziplinen.
    Münchner Merkur
  • Es darf unruhig werden, es darf gelacht werden, nie ist es aber ein Mitbrüllen, wie beim Kasperle-Theater, sondern es sind oft überlegte Einwürfe, ehrliche Meinungen. Und dann hat er sie auch schon wieder gefangen, mit seiner Stimme, seiner Mimik und der spannend aufgebauten Handlung seiner Stücke und es ist plötzlich wieder ganz, ganz still im Raum...
    Eine Lehrerin
  • Beim Geschichtenerzählen kommt es bekanntlich auf das Wie an. Martin Hinder aus Bergkirchen in Oberbayern hat ein ganz spezielles Wie gefunden, das er am Freitag im Rahmen der Puppenparade [in Lahr] im "Süßen Löchle" einem Publikum vorstellte, das sich dabei bestens amüsierte.
    Badische Zeitung
  • Wer zu sehr auf Zahlen schaut, kann eigentlich kein Bauchladentheater im "Café Süßes Löchle" anbieten. Aber gerade diese Aufführung zeigt, was man dann leicht übersieht: Die besonderen Erlebnisse der Besucher mit dieser wunderschönen, kleinen Spielform.
    Lahr, Puppenparade, Kulturamtsleiter